16.06.2019

Rückenschmerzen durch zu harte Matratze, Ursachen und was hilft

hartes Bett
Bett ist zu hart?
Rückenschmerzen können durch eine zu harte Matratze entstehen, vor allem in Seitenlage.


Unter Rückenschmerzen leiden heutzutage viele Menschen, doch selbst bei Rückenerkrankungen können sie durch die Wahl der richtigen und passenden Matratze verhindert werden. Leider zeigen entsprechende Untersuchungen immer wieder, dass die meisten Menschen nicht auf einer optimalen Matratze schlafen. Durch eine zu harte Matratze können Rückenschmerzen ebenso entstehen, wie durch eine zu weiche.


Ist eine harte Matratze nicht gut für den Rücken?


Eine durchgelegene, zu weiche Matratze ist schlecht für den Rücken, das weiß eigentlich jeder. Denn wenn die Matratze den Rücken vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule (unterer Rücken und Becken) nicht richtig stützt, sinkt dieser Bereich zu tief in die Matratze ein. Es entsteht eine ungünstige Haltung, die Wirbelsäule liegt nicht in einer geraden Position. Das führt früher oder später zu Rückenschmerzen.

Eine harte Matratze stützt den Rücken grundsätzlich besser, trotzdem kann eine zu harte Matratze ebenfalls Rückenschmerzen verursachen. Gut für den Rücken wäre eine Matratze mit ausreichender Festigkeit.

Schmerzen durch eine harte Matratze in Seitenlage


Eine harte Matratze ist für Bauchschläfer meistens das kleinere Übel, auch Rückenschläfer können auf einer härteren Matratze mitunter schlafen. Bei Seitenschläfern kommt es besonders häufig zu Problemen.

Denn wenn Schulter und Becken nicht ein wenig in die Matratze einsinken können, liegen wir nicht gerade. Auf einer zu harten Matratze kommt es unweigerlich zum sogenannten „Schulterklappeffekt“. Die Schulter wird stark eingedreht. Intuitiv verwenden wir auf einer härteren Matratze ein höheres Kissen, um diesem Effekt entgegenzuwirken. Das ist auch grundsätzlich richtig, denn bei einem zu flachen Kissen wird die Halswirbelsäule in Seitenlage zu stark gedreht, was Nackenschmerzen und Kopfschmerzen zur Folge haben kann.

Auch wenn das höhere Kissen das Liegegefühl auf einer harten Matratze verbessern kann, kommt es trotzdem insgesamt zu einer Fehlstellung im Rücken. Denn nun liegt der Oberkörper zu hoch, im Beckenbereich knickt die Wirbelsäule ab. Infolge kommt es zu Schmerzen im unteren Rücken.

Rückenschmerzen in Rückenlage


In Rückenlage ist eine feste Unterlage zwar wichtig, aber wenn die Matratze zu hart ist, entsteht ein Hohlkreuz. Der Rücken wird in diesem Bereich nicht durch die Matratze gestützt und es kommt zu Muskelverspannungen und Rückenschmerzen.

Manche Menschen haben von Natur aus einen vergleichsweise geraden, unteren Rücken. Sie haben auf harten Matratzen in Rückenlage weniger Probleme. Doch ist ohnehin schon ein leichtes Hohlkreuz vorhanden, kommt es in Rückenlage zu Schmerzen.



Druckschmerzen durch hartes Bett


Nicht nur durch eine Fehlstellung der Wirbelsäule können harte Matratzen zu Schmerzen führen, sie führen auch grundsätzlich zu Druckschmerzen. Eingeschlafene Arme oder Schultern können die Folge sein. Auch Schmerzen im Bereich der Hüftknochen sind typisch, vor allem bei schlanken Menschen.

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Lösungsmöglichkeit: Kaufen Sie einen Matratzen Topper

Am besten ist natürlich, Sie kaufen eine Matratze, die für Ihre Schlafposition und Ihr Körpergewicht genau richtig ist. Sie sollte weder zu hart noch zu weich sein und zu einer geraden Position der Wirbelsäule führen. Ist das nicht möglich, können Sie mit einem weichen Topper zumindest etwas Abhilfe schaffen. Die Matratzenauflage nimmt die Druckschmerzen und kann das Liegegefühl geringfügig verbessern. Achten Sie darauf, dass der Topper nicht zu hart ist, wir empfehlen einen Topper aus Gelschaum oder Visco-Schaum.

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